Am Ende jeden Lebens steht der Tod. 

Eine irdene Urne fängt die Asche auf und wird der Erde, aus der sie entstand, zurückgegeben.

Sich mit dem Tod auseinanderzusetzen ist in unserer Gesellschaft wenig populär. 

Nach dem Ausdruck der Anteilnahme fühlen sich manche schnell unbehaglich und wissen nicht so recht, wie man mit den Hinterbliebenen umgehen kann. 

Stellt die Urne eine Aufbewahrung für das Residuum eines Lebens dar, möge dies, unabhängig davon, wie lang es dauerte, voller Freude, Aktivität, Freiheit und Optimismus gewesen sein. 

Diese Attribute lassen mich für die Gestaltung des primären Ausstellungsobjektes im Inneren die Farbe Orange wählen.

Die äußere Oberfläche trägt währenddessen als Zeichen der Vergänglichkeit eine krustige Glasur aus Holzasche.

Der Tod begegnet uns oft unerwartet.

So sind die Urnen als Ausstellungsbeitrag zum Rundgang >Zeit und Kunst< 2018 wie zufällig abgestellt: in einer Zimmerecke, auf einer Treppe, vor einem Fenster, …

 

Katrin Schreiber, Juli 2018

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2019-05-10